Vita

 

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Walter Jurmanns Leben: Von Wien nach Hollywood

Wien-Berlin

Die Jurmann Familie, 1910: Hermine, Otto, Walter und Norbert

Walter Jurmann wurde am 12. Oktober 1903 als Sohn einer gutbürgerlichen Familie in Wien geboren, zeigte frühe Anzeichen musikalischer Begabung und war bereits als Teenager ein ausgezeichneter Pianist und Sänger. Auf Wunsch seiner Eltern studierte er zunächst Medizin an der Wiener Universität. Als er wegen einer Brustfellentzündung zur Erholung nach Semmering geschickt wurde, einem Kurort 100 km südlich von Wien, änderte sich sein Lebensweg. Im Hotel Panhans, einem bekannten gesellschaftlichen Treffpunkt, setzte sich Jurmann an den Flügel und war bald so beliebt, dass die Hotelleitung ihm eine Stelle als Pianist anbot. So gab Jurmann das Medizinstudium auf und konnte das machen, wofür sein Herz schlug: Musik.
Eine für seine Karriere bedeutende Begegnung war die mit dem Wiener Textdichter Fritz Rotter, der sich bereits einen Namen gemacht hatte. Rotter war ein Mann von Welt, der jeden kannte und der einen sechsten Sinn für Talente besaß. Beeindruckt von Jurmanns Musikalität schlug Rotter ihm eine Zusammenarbeit und die Übersiedlung nach Berlin vor. In den 20er Jahren war Berlin nicht nur die wichtigste Kulturstadt im deutschsprachigen Raum, sondern auch Zentrum einer wachsenden Musikindustrie.
Als Walter Jurmann 1927 als 24-Jähriger nach Berlin kam, hatte er also bereits ein abgebrochenes Medizinstudium hinter sich, aber noch eine große Karriere als Film- und Schlagerkomponist vor sich. Er bekam sofort eine Anstellung als Barpianist im legendären Eden Hotel an der Budapester Straße. Hier traf sich die Prominenz aus der Welt der Musik, des Theaters, des Sports sowie die Berliner High Society. Vicky Baum beschreibt diese Atmosphäre in ihrem berühmten, später auch verfilmten Roman „Menschen im Hotel“. Hier also tat Walter Jurmann seine ersten Schritte in die Welt der ganz Großen des Musik-Business. Zu den Gästen der Eden- Bar gehörten auch Richard Strauss, Franz Lehár und Emmerich Kálmán, die Jurmann in der Eden-Bar singen und spielen hörten.
Jurmann fühlte sich sehr wohl in seiner neuen Heimat. Ein Photo aus diesen Jahren zeigt einen gut gekleideten, fröhlichen jungen Mann mit Spazierstock eine Berliner Allee hinunter schlendernd.

Walter Jurmann in Berlin, 1928

Gemeinsam mit dem Textdichter Fritz Rotter schuf Jurmann bald unvergessliche Lieder. Gleich das erste, „Was weißt denn du, wie ich verliebt bin“, erschien im Herbst 1928 auf einer Odeon-Schallplatte, gesungen von Richard Tauber, und war ein großer Hit. Das führte dazu, dass Jurmann bei der neu gegründeten Firma Ultraphon als Komponist und Sänger unter Vertrag kam. Und nun folgte ein Hit nach dem anderen. Die Schlager waren leicht, frech, zynisch oder zärtlich und spiegelten den Zeitgeist wider. Berühmte Orchester und Künstler, darunter Jan Kiepura, Hans Albers, Willy Fritsch, Dajos Béla, Theo Mackeben u.v.a. sangen Jurmanns Lieder und nahmen sie auf. „Veronika, der Lenz ist da“ wurde zur Erkennungsmelodie der Comedian Harmonists. Greta Keller bekam das frivole Lied „Frauen brauchen immer einen Hausfreund“ sozusagen auf den Leib geschrieben. Aber auch Helge Roswaenge, Jussi Björling und Beniamino Gigli sangen Jurmanns Lieder.
1929 hatte die Tonfilm-Ära begonnen. Walter Jurmann bekam den Auftrag, die Musik für den Film „Ihre Majestät, die Liebe“ zu komponieren, der auch in Frankreich und England ein Erfolg wurde und ihn dort bekannt machte. Jurmanns Lieder wurden so populär, dass sie bereits am Tag ihrer Premiere auf den Straßen gesungen wurden. Bald konnte er sich vor Nachfragen kaum noch retten. Er war der geniale Erfinder unsterblicher Melodien. Ab dem Jahr 1931 arbeitete er zusammen mit Bronislaw Kaper, der für ihn die Arrangements schrieb. Viele weitere gemeinsame Filme mit Starbesetzungen folgten. So „Ehe m. b. H.“ mit Hans Moser und Rosa Valetti, „Heute kommt´s drauf an“, ein Film, in dem Hans Albers „Mein Gorilla hat ne Villa im Zoo“ sang und 1933 die deutsch-französische Koproduktion „Ein Lied für dich/„Tout pour l`amour“, in der Jan Kiepura „O Madonna“ und „Ninon“ sang, einen Evergreen, den Kiepura noch oft nach seinen Opernvorstellungen auf dem Taxi stehend für seine Fans zum Besten gab.
Ein Film mit Heinz Rühmann, für den Walter Jurmann die Musik komponiert hatte, hieß „Es wird schon wieder besser“. Aber es wurde nicht besser im Deutschland der 30-er Jahre. Jurmanns letzter Film war 1933 die UFA-Produktion „Kind, ich freu mich auf dein Kommen“. Danach verließ sein Textdichter Fritz Rotter das nationalsozialistische Deutschland.
Man kannte Jurmann aufgrund seiner Filme bereits in Paris und London, von wo er verlockende Angebote erhielt, denn viele seiner Lieder waren mit englischen Texten veröffentlicht worden. Aber auch nach Paris war er anlässlich der Premiere von „Tout pour l´amour“ bereits eingeladen worden. Wie viele gefährdete Künstler und Intellektuelle entschloss sich Walter Jurmann im April 1933, nach Paris überzusiedeln.

Berlin-Paris

Gerade noch rechtzeitig hatte Walter Jurmann Berlin verlassen. Aber nur etwas über ein Jahr lang lebte und arbeitete er in Paris. Unter dem Pseudonym Pierre Candel schrieb Jurmann Chansons im französischen Stil, die noch heute populär sind, wie z.B. „Le Bistro du Port“.
In dieser sehr produktiven Zeit komponierte er auch Lieder für drei Filme: „On a volé un homme“, „Le greluchon délicat“ und „Les nuits Moscovites“. Letzterer kam 1934 heraus und erntete glänzende Kritiken. Unter dem Titel „Moscow nights“ entstand die englische Fassung mit Laurence Olivier, die auch in den USA erschien. Kein Wunder also, dass Louis B. Mayer auf ihn aufmerksam wurde und sich auf den Weg nach Frankreich machte, um ihn und Bronislaw Kaper mit der Aussicht auf einen Sieben-Jahres-Vertrag mit Metro- Goldwyn- Mayer nach Hollywood zu locken! Bei den sich in Europa politisch dramatisch verschlechternden Verhältnissen war das ein Glücksfall für die Komponisten.

Paris-Los Angeles

Jurmann und Bronislaw Kaper im Studiogelände von MGM, 1935

Ende Oktober 1934 landeten Walter Jurmann und Bronislaw Kaper in der „Neuen Welt“, zunächst in New York. Im Februar 1935 nahmen sie ihre Arbeit in den Filmstudios in Los Angeles auf.
Das Magazin „Hollywood-Reportercberichtete: „Berühmtes Musiker-Duo im Studio angekommen! Zwei musikalische Talente, die wie eines arbeiten, sind zur Reihe bedeutender Komponisten, die in Hollywood am musikalischen Drama arbeiten, hinzugekommen. Wiens aufsehenerregendstes Komponisten-Team ist soeben von MGM vertraglich verpflichtet worden.“
Zunächst arbeitete Jurmann an Filmen mit europäischen Themen, so wie bei seinem amerikanischen Debütfilm, der Komödie „Escapade“, die auf der österreichischen Willy-Forst-Produktion„Maskerade“ basierte. Man erkannte aber schnell Jurmanns Talent, unterschiedliche musikalische Stile zu bedienen. So komponierte er beispielsweise den „Love Song of Tahiti“ für den Film „Meuterei auf der Bounty“ und das berühmte Lied „Cosi Cosa“ für den Marx- Brothers-Film „ A Night at the Opera“, das Mario Lanza sang.
Fast alle Stars der damaligen Filmszene sangen Jurmann: Der 16-jährigen Deanna Durbin verhalfen die Lieder „My heart is singing“ und „Someone to care for me“ zum Durchbruch, der jungen Judy Garland „Swing, Mister Mendelssohn“. „All Gods Chillun got Rhythm“ aus dem Marx- Brothers-Film „A Day at the Races“ hat auf so verblüffende Weise Elemente des Spirituals sowie des Jazz verbunden, dass Künstler wie Duke Ellington, Art Tatum, Lional Hampton und Jimmy Dorsey darüber improvisierten.
Die Filmindustrie begann sich in den später 30er Jahren zu verändern. Es wurden keine Lieder mehr in Filmen gesungen, sondern die Musik wurde als dramaturgische Untermalung der Handlung verwandt. Europäische Komponisten wie Erich Wolfgang Korngold schrieben nun Filmpartituren.
Walter Jurmann blieb sich selber treu, indem er sich wieder veränderte. In den USA hatte er das Genre des Musicals kennen gelernt. Nun schrieb er selber ein Musical, „Windy City“, das ein städtisches Pendant zu „Oklahoma“ hätte werden können. Es wurde 1946 in New Haven, Philadelphia, Boston und Chicago aufgeführt, wobei Walter Jurmanns „starke und eindrucksvolle Musik“ begeisterte, nicht aber das Libretto. Ein bekannter Titel aus „Windy City“ lautet: „Don ́t ever run away from Love“.
Walter Jurmann war ein begeisterter Amerikaner. Nicht nur, dass er mit „A Message from the man in the moon“ die Erfolge der amerikanischen Raumfahrt voraus nahm. Von seinem Patriotismus zeugt auch sein Song „Thank you, America“, den Deanna Durbin in dem Film „Nice Girl?“ und schließlich auch bei der dritten Amtseinsetzung Franklyn D. Roosevelts sang. Als Jurmann seine Frau nach Texas begleitete, wo sie eine Auszeichnung als Modeschöpferin erhielt, schrieb er, inspiriert von seinen Eindrücken, das Lied „San Antonio“, dessen Erstaufführung 1967 mit dem San Antonio Symphony Orchestra stattfand.
Der Titelsong „San Francisco“ für den gleichnamigen Film mit Jeanette McDonald, Clark Gable und Spencer Tracy wurde 1984, 13 Jahre nach Jurmanns Tod, von den Bürgern von San Franciscos zur offiziellen Stadthymne gewählt. Walter Jurmann war bereits 1938 zum Ehrenbürger dieser schönen Stadt ernannt worden. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden fast hundert verschiedene Einspielungen von „San Francisco“. Judy Garland interpretierte den Song 1961 bei ihrem legendären Abschiedskonzert in der Carnegie Hall.

Los Angeles-Wien-Berlin

Yvonne und Walter Jurmann in San Antonio, Texas 1967

Ganz hatte Walter Jurmann seine Heimat nie verlassen. Für den Film „Seven Sweethearts“ komponierte er 1942 den Wiener Walzer „You and the Waltz and I“ . Mit seiner Frau Yvonne, einer gebürtigen Ungarin, besucht er 1953 Wien. Die Erschütterung über seine vom Krieg zerstörte Heimatstadt drückt er aus in dem Lied „Mein schönes Wien, das ich geliebt, kommt nie mehr wieder“. Im Sommer 1971 reiste das Ehepaar Jurmann wieder auf den alten Kontinent, um München, Wien und Budapest zu besuchen. In Budapest erlag Walter Jurmann am 17. Juni völlig unerwartet einem Herzinfarkt.
Seine Witwe Yvonne lebt in Los Angeles, von wo aus sie mit viel Liebe und Energie dafür sorgt, dass Walter Jurmanns Lieder nicht vergessen werden. Oft besuchte sie deshalb Wien, Berlin, Budapest und andere Städte, in denen seine Musik zur Aufführung kommt. Mit Hilfe des Vereins der Freunde und Förderer des Werks von Walter Jurmann wurden von Schott Music/Mainz drei Bänder mit den gesammelten Werken Jurmanns heraus gegeben. Darunter befinden sich auch bisher unveröffentlichte Lieder, die er für seine Frau schrieb.
Yvonne Jurmann unterstützt junge Künstler, indem sie am Privat-Konservatorium in Wien einen Walter-Jurmann-Wettbewerb ins Leben rief, der regelmäßig alle zwei Jahre stattfand. Außerdem stiftet sie seit Jahren den Jurmann-Preis in Höhe von 2000€ beim Bundeswettbewerb Gesang/ Chanson und Musical, dessen Abschlusskonzerte in Berlin stattfinden. In Zusammenarbeit mit der UCLA (University of California, Los Angeles ), der sie auch den Nachlass von Walter Jurmann zur Verfügung stellte, hat sie zahlreiche Konzerte initiiert. So konnte sie auch Max Raabe dazu gewinnen, dort aufzutreten.
Walter Jurmann war kein eitler Künstler. Sein persönlicher Ruhm war ihm nicht wichtig. Und doch hoffte er, dass seine Lieder ihn überleben werden. Das haben sie getan! Walter Jurmann baute Brücken nicht nur zwischen den Kontinenten, sondern auch zwischen den unterschiedlichen Musikstilen. Walter Jurmanns humanitäre Bekenntnis manifestiert sich in einem seiner letzten Lieder, „A better World to live in“, für das er auch den Text schrieb:

„Let ́s make this great big world a better place to live in,
where there is no room for want and fear.
Let ́s pray until the wrong will turn to right;
don ́t give in; clouds of war and hate will disappear..
Work with understanding for human dignity;
in the happy ending there will be liberty.
Let ́s keep this great big world a place we can believe in;
then the world is free, eternally!“

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Walter Jurmann’s life: From Vienna to Hollywood

Vienna-Berlin

The Jurmann family, 1910: Hermine, Otto, Walter and Norbert

Walter Jurmann was born in Vienna on 12 October 1903 into a middle-class family. He showed early signs of musical talent and was already an excellent pianist and singer as a teenager. Following his parents’ wishes, he initially studied medicine at Vienna University. His path in life changed when he was sent to Semmering, a health resort south of Vienna, to recuperate from pleurisy. At the Hotel Panhans, a well-known social meeting place, Jurmann sat down at the grand piano and was soon so popular that the hotel management offered him a job as pianist. So Jurmann gave up his medical studies and could follow his heart’s desire: a life in music.
Jurmann’s encounter with the Viennese lyricist Fritz Rotter was important for his career. Rotter had already made a name for himself and was a man of the world who knew everyone and had a sixth sense for talent. Impressed by Jurmann’s musicality, Rotter suggested that Jurmann collaborate with him and move to Berlin. In the 1920s, Berlin was not only the most important cultural city in the German-speaking world, but also the centre of a growing music industry.
When Walter Jurmann came to Berlin in 1927 at the age of 24, he stood at the beginning of a great career within film and popular music. He immediately got a job as a bar pianist in the legendary Eden Hotel on Budapester Straße. This was where celebrities from the world of music, theatre, sport and Berlin’s high society met. Vicky Baum describes this atmosphere in her famous novel  Menschen im Hotel, which was later made into a film. Among the guests of the Eden Bar were Richard Strauss, Franz Lehár and Emmerich Kálmán, who heard Jurmann sing and play in the Eden Bar.

Jurmann settled easily in his new home city. A photograph from those years shows a well-dressed, cheerful young man
with a walking stick strolling down a Berlin avenue.

Walter Jurmann in Berlin, 1928

With lyrics by Fritz Rotter, Jurmann began creating unforgettable songs. The very first one, Was weißt denn du, wie ich verliebt bin (What do you know about being in love), appeared on an Odeon record in autumn 1928, sung by Richard Tauber, and was a big hit. This led to Jurmann being signed as composer and singer by the newly founded company Ultraphon. And now one hit after another followed. The hits were light, cheeky, cynical or tender and reflected the spirit of the times. Famous orchestras and artists, including Jan Kiepura, Hans Albers, Willy Fritsch, Dajos Béla, Theo Mackeben and many others, sang Jurmann’s songs and recorded them. Veronika, der Lenz ist da became the signature tune of the Comedian Harmonists. The frivolous song “Frauen brauchen immer einen Hausfreund“ suited Greta Keller perfectly. Helge Roswaenge, Jussi Björling and Beniamino Gigli also sang Jurmann’s songs.
The 1920s were also the era of the new sound motion pictures. Walter Jurmann was commissioned to compose the music for the film Her Majesty, Love, which was also a success in France and England and made him famous there. Jurmann’s songs became so popular that they were already sung in the streets on the day of their premiere. Soon he was drowning in requests. He was the ingenious inventor of many evergreen melodies. From 1931 onwards, he worked together with Bronislaw Kaper, who wrote his arrangements. Many more films with star casts followed. For example, Ehe m. b. H. with Hans Moser and Rosa Valetti, Heute kommt ś drauf an, a film in which Hans Albers Mein Gorilla hat ne Villa im Zoo sang, and the 1933 German-French co-production A Song for You/Tout pour l`amour, in which Jan Kiepura sang O Madonna and Ninon, an evergreen that Kiepura often sang for his fans while standing on the taxi after his opera performances.
A film with Heinz Rühmann, for which Walter Jurmann composed the music, was called Things will get better (Es wird schon wieder besser). But things did not get better in Germany of the 1930s. Jurmann’s last film was the 1933 UFA production Kind, ich freu mich auf dein Kommen. After that, his lyricist Fritz Rotter left National Socialist Germany.
Jurmann was already known in Paris and London because of his films, where he received tempting offers, and many of his songs had been published with English lyrics. But he had also visited Paris for the premiere of Tout pour l’amour. Like many persecuted artists and intellectuals, Walter Jurmann decided to move to Paris in April 1933.

Berlin-Paris

Walter Jurmann had left Berlin just in time. But he only lived and worked in Paris for just over a year. Under the pseudonym Pierre Candel, Jurmann wrote chansons in the French style, many of which are still popular today, such as Le Bistro du Port.
During this very productive period, he also composed songs for three films: On a volé un homme, Le greluchon délicat and Les nuits Moscovites. The latter was released in 1934 and received glowing reviews. Under the title Moscow Nights, the English version was filmed with Laurence Olivier, and was also published in the USA. It was hardly surprising, then, that Louis B. Mayer took notice of him and set out for France to lure him and Bronislaw Kaper to Hollywood with the prospect of a seven-year contract with Metro-Goldwyn- Mayer. With political conditions deteriorating dramatically in Europe, this was a stroke of luck for the composers.

Paris-Los Angeles

Jurmann and Bronislaw Kaper on the MGM studio site, 1935

At the end of October 1934, Walter Jurmann and Bronislaw Kaper landed in the New World, initially in New York., and in February 1935 they began their work in the film studios in Los Angeles.
The Hollywood Reporter magazine reported: “Famous musical duo arrived at the studio! Two musical talents working as one have joined the ranks of distinguished composers working on the musical drama in Hollywood, have been added. Vienna’s most sensational team of composers has just been contracted by MGM.”
Jurmann’s American debut was the comedy Escapade, which was based on the Austrian Willy Forst production “Maskerade”. Initially, he worked on films with European themes, but his talent for working with different musical styles was quickly recognized. For example, he composed the “Love Song of Tahiti” for the film “Mutiny on the Bounty”, and the famous song “Cosi Cosa” for the Marx Brothers’ film ” A Night at the Opera”, sung by Mario Lanza.
Almost all the stars of the film scene at the time sang Jurmann’s music – from 16-year-old Deanna Durbin’s songs My heart is singing and Someone to care for me to the young Judy Garland with Swing, Mister Mendelssohn. All Gods Chillun got Rhythm from the Marx Brothers’ film A Day at the Races combined elements of spirituals and jazz so deftly that artists like Duke Ellington, Art Tatum, Lional Hampton and Jimmy Dorsey improvised on it.
The film industry began to change in the late 1930s. The function of songs diminished, and music was used as dramaturgical background to the plot. European composers such as Erich Wolfgang Korngold now wrote film scores.
Walter Jurmann remained true to himself by changing again. In the USA he had become acquainted with the genre of the musical. So he wrote a musical, „Windy City”, which could have been an urban counterpart to “Oklahoma”. It was performed in 1946 in New Haven, Philadelphia, Boston and Chicago, with Walter Jurmann’s “strong and impressive music” being enthusiastically received, but not the libretto. A well-known title from “Windy City” is: Don ́t ever run away from Love.
Walter Jurmann was an enthusiastic American. Not only he anticipated the successes of American space travel with A Message from the Man in the Moon. Deanna Durbin sang „Thank You, America“, the Jurmann song from the film Nice Girl?“ at the White House when Franklin D. Roosevelt was inaugurated for his third term as president.
When Jurmann accompanied his wife to Texas, where she was receiving an award as a fashion designer, he wrote the song “San Antonio”, inspired by his impressions of the city. San Antonio was first performed in 1967 with the San Antonio Symphony Orchestra. The audience gave the piece a standing ovation and demanded a second playing.
The theme song San Francisco for the film of the same name, starring Jeanette McDonald, Clark Gable and Spencer Tracy, was chosen as the official city anthem by the citizens of San Francisco in 1984, 13 years after Jurmann’s death. Walter Jurmann had already been made an honorary citizen of this beautiful city in 1938. Over the decades, almost a hundred different recordings of  San Francisco were made. Judy Garland interpreted the song in 1961 at her legendary farewell concert in Carnegie Hall.

Los Angeles-Vienna-Berlin

Yvonne and Walter Jurmann in San Antonio, Texas 1967

Walter Jurmann never completely left his homeland. For the film Seven Sweethearts he composed the Viennese waltz “You and the Waltz and I” in 1942. He visited Vienna in 1953 with his wife Yvonne, a Hungarian by birth. He expressed his shock at his home city destroyed by the war in the song “My beautiful Vienna, which I loved, will never come back“ (Mein schönes Wien…).
In the summer of 1971, the Jurmann couple travelled to the old continent again, to visit Munich, Vienna and Budapest. Walter Jurmann died completely unexpectedly of a heart attack on 17 June in Budapest.
His widow Yvonne lives in Los Angeles, from where she ensures with much love and energy that Walter Jurmann’s songs are not forgotten. Since his death, she has often visited Vienna, Berlin, Budapest and other cities where his music is performed. With the help of the Verein der Freunde und Förderer des Werks von Walter Jurmann, three volumes of Jurmann’s collected works have been published by Schott Music/Mainz. Among them are previously unpublished songs he wrote for his wife.
Yvonne Jurmann supports young artists by establishing a Walter Jurmann Competition at the Privatkonservatorium in Vienna, held regularly every two years. In addition, for years she has endowed the Jurmann Prize of 2000€ at the Bundeswettbewerb Gesang/Chanson and Musical, the final concerts of which are held in Berlin. In cooperation with UCLA (University of California, Los Angeles), to which she also donated Walter Jurmann’s estate, she has initiated numerous concerts there, bringing Max Raabe and others to perform at UCLA.
Walter Jurmann was not a vain artist. His personal fame was not important to him. And yet he hoped that his songs would outlive him, which they certainly have done. Walter Jurmann built bridges not only between continents, but also between different musical styles. His humanitarian confession manifests itself in one of his last songs, A better World to live in, for which he also wrote the lyrics:

Let’s make this great big world a better place to live in,
where there is no room for want and fear.
Let’s pray until the wrong will turn to right;
don ́t give in; clouds of war and hate will disappear….
Work with understanding for human dignity;
in the happy ending there will be liberty.
Let’s keep this great big world a place we can believe in;
then the world is free, eternally!